Mottenbekämpfung mit der Schlupfwespe

Seit Anfang der 80er Jahre werden Motten in der Landwirtschaft mit biologischen Mitteln bekämpft. Wissenschaftler haben diese Methode auch für den privaten Haushalt nutzbar gemacht. Bundesweit gibt es mittlerweile mehrere Anbieter.

Schlupfwespen gegen Mehlmotten
© Wikipedia
Trichogramma evanescens. Das ist kein Zauberspruch, vielmehr handelt es sich um eine der ca. 10.000 Wespenarten: die Schlupfwespe. Wird dieses Insekt bereits seit Anfang der 80er Jahre in der Landwirtschaft mit gutem Erfolg zur Schädlingsbekmpfung eingesetzt, haben findige Wissenschaftler den genetischen Sinn dieses Insekts nun auch fr den Privathaushalt dienstbar gemacht.
Bisher war den gemeinen Lebensmittelmotten, insbesondere der Speicher-, Mehl- und Drrobstmotte, ausschlielich mit chemischen, für die Gesundheit nicht ganz unbedenklichen Mitteln beizukommen. Jetzt müssen sich die unbequemen Untermieter auf einen natürlichen Feind gefasst machen: die 0,4 Millimeter grosse Schlupfwespe. Mit Vorliebe legen diese unscheinbaren, fast blinden Tiere nämlich ihre Eier in denen der Motte ab. Auf diese Weise werden die Eier abgetötet. An Ihrer Statt wachsen nach acht bis zehn Tagen kleine, neue, für Mensch und Haustiere vollkommen unbedenkliche Ntzlinge heran.
Sind alle Motteneier vertilgt, verschwinden mangels Nahrung auch die Schlupfwespen. Und so funktioniert es: Die auf Kärtchen angesiedelten Schlupfwespenkolonien werden in Küche und Speisezimmer verteilt, wo sie ihr unsichtbares, nützliches Treiben beginnen. Nach einem Zeitraum von ca. acht Wochen kann mit 100 prozentiger Sicherheit davon ausgegangen werden, da der Haushalt mottenfrei ist.

ähnliche Artikel:

Kornkaefer Brotkaefer Blattlaus Mehlmotte Kleidermotte