Mottenbekämpfung mit der Schlupfwespe
Seit Anfang der 80er Jahre werden Motten in der Landwirtschaft mit biologischen Mitteln bekämpft. Wissenschaftler haben diese Methode auch für den privaten Haushalt nutzbar gemacht. Bundesweit gibt es mittlerweile mehrere Anbieter.

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Trichogramma evanescens. Das ist kein Zauberspruch, vielmehr handelt es sich um eine der ca. 10.000
Wespenarten: die Schlupfwespe. Wird dieses Insekt bereits seit Anfang der 80er Jahre in der Landwirtschaft
mit gutem Erfolg zur Schädlingsbekmpfung eingesetzt, haben findige Wissenschaftler den genetischen Sinn
dieses Insekts nun auch fr den Privathaushalt dienstbar gemacht.
Bisher war den gemeinen Lebensmittelmotten, insbesondere der Speicher-, Mehl- und Drrobstmotte,
ausschlielich mit chemischen, für die Gesundheit nicht ganz unbedenklichen Mitteln beizukommen. Jetzt
müssen sich die unbequemen Untermieter auf einen natürlichen Feind gefasst machen: die 0,4 Millimeter
grosse Schlupfwespe. Mit Vorliebe legen diese unscheinbaren, fast blinden Tiere nämlich ihre Eier in
denen der Motte ab. Auf diese Weise werden die Eier abgetötet. An Ihrer Statt wachsen nach acht bis
zehn Tagen kleine, neue, für Mensch und Haustiere vollkommen unbedenkliche Ntzlinge heran.
Sind alle Motteneier vertilgt, verschwinden mangels Nahrung auch die Schlupfwespen. Und so funktioniert
es: Die auf Kärtchen angesiedelten Schlupfwespenkolonien werden in Küche und Speisezimmer verteilt, wo
sie ihr unsichtbares, nützliches Treiben beginnen. Nach einem Zeitraum von ca. acht Wochen kann mit
100 prozentiger Sicherheit davon ausgegangen werden, da der Haushalt mottenfrei ist.

