Schlupfwespen – Was sind das eigentlich?

Schlupfwespe Trichogamma illustriertSchlupfwespen (Ichneumonidae) gehören zur Familie der Hautflügler. Je nach Art und Verbreitungsgebiet erreichen die Insekten eine Grösse von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern. Die für die Schädlingsbekämpfung eingesetzte Art Trichogramma gehört allerdings zu den kleinen Arten und erreicht in etwa die Größe eines Stecknadelkopfes.

Charakteristisch für die Schlupfwespe ist der, in der Länge in etwa der Körperlänge entsprechende, so genannte Legestachel. Mit diesem werden, in die von den Schlupfwespen parasitierten Wirtsinsekten beziehungsweise in deren Eier, die eigenen Eier injiziert. Die Larve der Schlupfwespe ernährt sich vom Ei bzw. der Larve des Wirts und tötet dieses dabei ab.

Schlupfwespen in der Mottenbekämpfung

Die sich aus diesen Larven entwickelnden Schlupfwespen ernähren sich von den Larven der Wirtsinsekten, bis nach wenigen Tagen wieder eine Schlupfwespe schlüpft und das Ei der Motte verzehrt ist. Von den verschiedenen Arten der Schlupfwespen gehören die Eiparasiten der Gattung Trichogramma, auf GRund ihres Einsatzes in der Mottenbekämpfung, zu den in Deutschland bekanntesten. Auch wenn sie mit einer Grösse von nur einem knappen halben Millimeter zu den kleineren Vertretern der Schlupfwespen gehören, zeigen sie als Schädlingsbekämpfer ihre wahre Grösse.

Im Haushalt eingesetzt, zum Beispiel bei der Bekämpfung einer Plage von Lebensmittelmotten, finden die kleinen Schlupfwespen deren Eier auch an den, auch für gründliche Reinigungsaktionen, unzugänglichsten Orten. Ist ein Mottenei lokalisiert wird in dieses mit Hilfe des Legestachels ein eigenes Ei eingebracht. Die sich entwickelnde Larve ernährt sich von dem parasitierten Wirtsei und anstelle einer Lebensmittelmotte schlüpft ein weiterer Mottenjäger.

Video der Schlupfwespe

Im folgenden Video wird anschaulich dargestellt wie eine Schlupfwespe ein Mottenei aufspürt und ihr Ei darin ablegt. In diesem Schlupfwespen Video werden die Dimensionen einer Schlupfwespe gut sichtbar. So erkennt man ganz gut wie klein eine Schlupfwespe doch eigentlich ist. (Ab Position 4:47 Min im Video)

 

Ende der Mottenbekämpfung

Geht dann die, durch die stetig wachsende Zahl an Schlupfwespen dezimierte, Mottenplage zu Ende, endet auch die Mission der Mottenjäger. Ohne weitere Wirtslarven als Nahrung für die eigene Vermehrung sterben die Schlupfwespen. Der Haushalt ist von Insekten befreit!

Durch ihre unscheinbare Grösse werden die Trichogramma auch hierbei kaum wahr genommen. Und so unscheinbar wie ihr Feldzug gegen die Lebensmittelmotten geführt wurde, endet er auch. Ein Feldzug ohne chemische Waffen und ohne Nebenwirkungen.

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Bildquellen

  • trichogramma-skizze: CanStockPhoto // Barbulat
  • schlupfwespen-kaufen: Wolfgang Rutkies
  • schlupfwespen: Wolfgang Rutkies